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5. Fastenwoche

Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. (Joh 8,7b)

Für dich: Gott verurteilt nicht – wie gehst du mit anderen um?

Liebe Freunde!
Der 5. Fastensonntag wird auch Passionssonntag genannt. Die Karwoche und damit auch das österliche Triduum (3-Tage-Feier) rücken immer näher. In vielen Kirchen werden die Kreuze zugedeckt - um wieder mehr unsere Aufmerksamkeit zu erreichen. Ursprünglich wollte man den goldenen und goldverzierten Kreuzen "den Glanz nehmen", damit wir wieder bewusst wird, dass Jesus für uns den Kreuzestod erlitten hat. Es ist eine schmerzliche und befreiende Erkenntnis zugleich. das ER das FÜR UNS getan hat

Die heutigen Bibelstellen erschließen uns dabei die Großartigkeit seiner Erlösungstat:
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2022-04-03
"Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie." (Joh 8,7b) Dieser Satz ist bekannt und wird sehr gerne verwendet. Besonders kommt er als Argumentation ins Treffen, wenn man selbst in eine wirkliche oder vermeintliche Verurteilung durch "Gerede" gerät. Jesus weist hier jedoch auf eine Grundhaltung hin. Sein Anliegen besteht nicht darin, falsches Verhalten zu rechtfertigen oder klein zu reden. Ihm geht es um die Achtung jedes Menschen. "Wir haben dich erwischt", oder noch schlimmer, "andere haben erzählt, dass sie dich erwischt hätten, also bist du ein böser Mensch". Der Investigativ-Journalismus fördert diese Einstellung im Leser. Dabei möchte ich betonen, dass die Journalisten selbst daran nicht schuld sind, es ist ihre Aufgabe undemokratische und macht-missbrauchende Machenschaften oder dilettantische Planungen von politisch oder wirtschaftlich Verantwortlichen aufzudecken und anzuprangern. Die "4. Säule der Demokratie" unterstützt auf diese Weise eine richtige Weiterentwicklung unseres Gesellschaftssystems. Leider tendieren die meisten Menschen, mich durchaus eingeschlossen, mit systematischer und durch Gerüchte verstärkter Verurteilung, "werfen den ersten Stein, den zweiten, dritten und den vierten usw."

Für Jesus aber gilt: "Jeder hat eine zweite Chance verdient und eine dritte und eine vierte ..." Das wiederum heißt nicht, dass man sich den Folgen des Gesetzes entziehen darf, aber es bedeutet, dass man von seinen Mitmenschen eine größere Langmut erwarten darf. Vor allem aber schenkt es jedem Menschen Zuversicht. Der ewige Gott, den das Weltall nicht fassen kann und der vor dem Urknall bereits seit Ewigkeiten war, liebt dich - und er fördert, wie die erste Lesung sagt, immer wieder neue Lebensaufbrüche.
Gehen wir mit dieser Hoffnung dem Osterfest entgegen, Dank Virus und Putin mit dem Wissen, dass jetzt erst recht neue Vitalität aufbrechen wird.
So werden wir mit Sicherheit "mit Abstand 🐘😉die besten" "Shooting-Stars" und Leuchttürme eines österlichen Aufbruchs zur Friedenswelt.
Bleibt gesund und friedvoll!
Euer Pfarrer Bernhard Mucha

 PS: Mittendrin in den Herausforderungen unserer Zeit werden in den kommenden Tagen und Wochen die Pfarrgemeinderäte konstituiert. Bitte um Euer aller Gebet und Eure tatkräftige Unterstützung für die Entwicklung einer christlich-humanistischen Welt, im Kleinen vor Ort und im "gemeinsamen Haus" unserer Erde.

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