Und das Wort Gottes breitete sich aus. (Apg 6,7a)
Für dich: Die Frohbotschaft trägt eine sich ausbreitende Macht in sich.
Liebe Freunde!
Ein schönes und ausgesprochen warmes Wochenende liegt vor uns. Hinter uns der 1. Mai, an dem, wie eigentlich immer, die politischen Gräben deutlicher ausgesprochen wurden, als sonst. Ja, es gibt Probleme, die vielen Sorgen bereiten. Inzwischen sind Wien und die meisten Medien "Song Contest", der ebenfalls die Gemüter spaltet. Zu teuer, zu politisch, keine gute Musik ("ja damals mit dem Udo Jürgens ...") - unbezahlbarer touristischer Werbeeffekt, endlich ein paar Tage aus dem Politischen draußen, spannend bewegende Musikevents ... um nur ein paar zu nennen.
Aber alles lässt das Bewusstsein, dass jeder zunächst selbst der Hauptverantwortliche für sein Leben ist und nicht einfach sagen kann "Die Anderen sind schuld". Die Texte des 5. Sonntags der Osterzeit machen uns das bewusst:
https://schott.erzabtei-beuron.de/osterzeit/woche5/SonntagA.htm?datum=2026-05-03&r=1
Da ist die erste Lesung aus der Apostelgeschichte. Die Wahl der 7 Diakone zeigt, dass jeder Mensch eine besondere, wenn auch nicht die selbe Verantwortung trägt für das bessere Gelingen des gemeinsamen Lebens und hoffnungsvollen Entwickelns. Das Bild vom lebendigen Bau aus dem ersten Petrusbrief unterstreicht diese Verantwortung - und macht die hohe Würde jedes Einzelnen bewusst: "auserwähltes Geschlecht, königliche Priesterschaft ..." (1 Petr. 2,9a). Dass nicht alles gleich begreifbar ist, zeigen die kritischen Fragen von Thomas und Philippus im Evangelium.
Jesus macht aber kein Hehl daraus, dass er jedem Unglaubliches zutraut, wenn er Verbindung mit ihm hat oder sucht. Sinngemäß sagt er, dass wir Größeres als er vollbringen werden (Joh 14,12). Mag sein, dass viele Christen gemeint haben, dass es sich dabei um eine Art christlicher "Weltbeherrschung" handelt, wie in vielen vergangenen Jahrhunderten Kaiser/Könige und Päpste gewirkt und gestritten haben, heute verstehen wir die Botschaft vielmehr als beseelende, die jeden verantwortlich sieht, sein Leben und damit das Leben seiner Umgebung und in der Folge das Leben der Welt mit mehr Hoffnung zu erfüllen.
Auch der "Song-Contest-Hype" kann ein Puzzle dazu sein: Stimmung, Swing, Rhythmus und/oder Melodie beleben, bringen zum Strahlen, ein Strahlen, das auch uns mit und wie Maria zu strahlenden Leuchttürme 🗼 und belebenden Shooting-Stars 💫, für eine Welt voll Hoffnung und FRIEDEN macht
das wünscht Euch Euer Pfarrer Dr. Bernhard Mucha