Er schämt sich nicht, sie Schwestern und Brüder zu nennen. (Hebr 2,11c)) Für dich: Sein Licht – eine Botschaft der Hoffnung für uns,
seine Geschwister.
Liebe Freunde!
Die statistischen Daten über den Glauben der Österreicher haben viele erschrocken aufhorchen lassen. Dabei merken es die meisten Kirchenbesucher/innen in den meisten Kirchen, von spannenden Ausnahmen abgesehen, die normalen gottesdienstlichen Feiern sind, mit Verlaub, Seniorenrunden. Ich hoffe, als selbst bald 70-jähriger darf ich mir das leisten, zumeist liegt das Durchschnittsalter in meinen Pfarrkirchen Achau und Biedermannsdorf über dem meinigen. Es gibt in beiden Gemeinden gottesdienstliche "Events" an denen es erfrischend anders aussieht.
Dieser Sonntag ist kein "normaler" Sonntag im Jahreskreis, sondern 2. Februar, das Fest "Darstellung des Herrn" oder, wie es bei uns gerne genannt wird, "Maria Lichtmess". Weihnachten ist jetzt 40 Tage vergangen. Im Evangelium begegnen uns 2 sehr alte Menschen (Simeon und Hanna), die Hoffnung auf Zukunft verkünden:
https://schott.erzabtei-beuron.de/proprium/Februar02.htm?datum=2025-02-02&r=1
Es kommt also nicht aufs Alter an, wie Papst Franziskus mit oft leisen aber deutlichen Entscheidungen zeigt. Im März 2025 wird mit Sr. Raffale Petrini eine Frau Regierungschefin der Vatikanstadt, ein bisher von einem Kardinal besetzter Posten. Leider unter anderen Vorzeichen, zeigt uns auch der alte Trump, wie er in kürzester Zeit vieles verändern kann.
Die Szene mit Simeon könnte man auch mit "Der alte Mann und das Baby" überschreiben. Simeon sagt den Eltern Jesu, dass dieses Kind zum Licht für alle Völker werde. Lichter sind besondere Zeichen der Hoffnung. Sie geben in dunklen Stunden Orientierung. Es geht aber nicht nur um "alle Völker", sondern Jesus wird zur "Herrlichkeit des Volkes Israel". Das, was Israel in seiner Volksgeschichte ersehnt hat, ist in Jesus angekommen - und Jesus verherrlicht damit auch sein eigenes Volk - ich glaube, dieser Bibelvers (Lk 2,32) gewinnt in Zeiten neu aufkeimenden Antisemitismus an besonderer Bedeutung!
Simeon erspart Maria in dieser Hoffnungsstunde aber auch nicht den Blick auf all die Sorgen und den Schmerz, den dieses Kind ihr bereiten wird, zu benennen.
Auch wenn wir älter sind und uns vielleicht auch so fühlen können und sollen wir gemeinsam mit denen, die Jung sind oder sich so fühlen "Pilger der Hoffnung" in turbulenten Zeiten sein und mit und wie Maria als dankbar strahlende Leuchttürme🗼 und belebende Shooting-Stars 💫 der Welt Orientierungshilfen der Hoffnung geben.
Dies wünscht Euch
Euer Pfr. Dr. Bernhard Mucha