Siehe, der Lohn der Arbeiter, den ihr ihnen vorenthalten habt,
schreit zum Himmel. (Jak 5,4) Für dich: Das kommende Jubeljahr ist eine Herausforderung Gerechtigkeit wieder herzustellen: Im Kleinen und Globalen!
Liebe Freunde!
Ich nehme an, die meisten sind schon sehr gespannt, wie die Wahl ausgehen wird. Manche haben schon gewählt - oder wenn jemand später zum Lesen kommt, ist sogar die Wahl schon entschieden. Wird es so, wie erhofft oder befürchtet? Und manche sind froh, dass der "Kindergarten" endlich zu Ende ist und (hoffentlich) wieder von Erwachsenen vernünftig und "normal" gearbeitet wird. Ich denke, das ist das Spannende an Demokratie, es wird zumeist ein wenig anders, als man denkt.
Auch die Jünger waren immer wieder spannenden Erfahrungen ausgesetzt - Darf jemand, der nicht zu ihnen gehört, im Namen Jesu Wunder wirken, und das noch dazu erfolgreich - muss man der Person das nicht verbieten?
Persönlich hege ich die Hoffnung, dass europäisch-demokratische Strukturen stärker sind, als Angst und dass der christliche Geist, der Europa trotz mancher demographischen Probleme christlicher Kirchen durchdringt, belastungsfähiger ist, als so mancher glauben kann; wie die unglaublich intensive und aktive Nächstenliebe in den vergangenen Tagen der Sturm- und Hochwasserkatastrophe bewiesen hat und weiterhin beweist.
Auch Jesus setzt darauf:
https://schott.erzabtei-beuron.de/jk26/SonntagB.htm?datum=2024-09-29&r=1
Es gibt viel Ungerechtigkeit und es ist kein Wunder, dass es immer wieder Unzufriedenheit gibt. Die zweite Lesung aus dem Jakobusbrief weist uns darauf hin. Die Christenheit geht auf ein Jubiläumsjahr zu. In diesem sollen ungerechte Strukturen wieder aufgebrochen und neue Gerechtigkeit hergestellt werden.
Jesus wiederum macht seinen Jüngern bewusst, dass wer etwas (vermeintlich) Gutes in seinem Namen vollbringt, nicht ganz falsch liegen kann. Vor allem aber geht es ihm um eine neue Sicht, um faires Umgehen mit allen Menschen. Man kann sich nicht ausreden auf andere, ja auch die Ausrede etwas Böses aufgrund vermeintlicher Bedürfnisse zu tun, gilt nicht: Jeder ist für sein Tun verantwortlich. Die Tatsache, dass irgendjemand aus welchem Grund auch immer ein Tor geöffnet hat, rechtfertigt keinen Sturm auf ein Fußballfeld mit Krawallen und Verletzten.
Christ-Sein führt zu einer neuen Verantwortung, zu der Gott uns befähigt und in den Sakramenten immer wieder neu stärkt. So werden wir "Pilger der Hoffnung", die fähig sind, als strahlende Leuchttürme🗼 und belebende Shooting-Stars 💫 mit und wie Maria selbstbewusst der ganzen Schöpfung starke Aufbrüche ins Leben ermöglichen,
das wünscht
Euer Pfarrer Dr. Bernhard Mucha