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24. Sonntag im Jahreskreis 2025

Fest KREUZERHÖHUNG: Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht. (Phil 2,8f) Für dich: Im Kreuz erschließt sich neue Hoffnung.

Liebe Freunde!
Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.
In den ersten Jahrhunderten spielte die Erfahrung, im Leiden Christus ähnlich zu werden, eine große Rolle: Die Wahrscheinlichkeit für seinen Glauben getötet zu werden war sehr groß. Dennoch brauchte es bis Konstantin fast 300 Jahre, dass Christinnen und Christen das Kreuz als Symbol verwenden würden. Jedoch in der Folge wurde es zu einem verbindenden und leider auch trennenden Logo. Es wurde zu einem kostbaren Schmuckstück, das Wände, Altäre, goldene Halsketten usw. zieren konnte.
Dadurch verlor es aber die unglaubliche Provokation, die ihm anhaftet: Ein Gott, ja DER unendliche GOTT, am Kreuz, ein Schwerverbrecher und Ausländer - römische Staatsbürger wurden niemals gekreuzigt. Heute mag es gläubige Christen sogar verärgern, wenn Eltern sagen, dass sie nicht verantworten können, dass ihr Kind auf einen toten Mann am Kreuz schauen müsse. Wir müssten diesen Menschen jedoch dankbar sein: Denn sie bringen das Unglaubliche auf den Punkt, das Unglaubliche, das Christen 300 Jahre das Kreuz nicht darstellen ließ:
https://schott.erzabtei-beuron.de/proprium/September14.htm?datum=2025-09-14&r=1
Konstantin und seine Mutter Helena haben den Kreuzhype entstehen lassen, der viele Jahrhunderte, bis heute, andauern sollte. Länder haben Wappen und Flaggen mit Kreuzen, mit diesen wurden auch die Heere in Kriegen ausgestattet.

Im Zeichen des Kreuzes hat nicht nur Konstantin (angeblich) die Schlacht an der Milvischen Brücke 312 gewonnen sondern im Namen des Kreuzes wurden Jahrhunderte Kriege geführt und z.T. äußerst fragwürdige (Zwangs)Missionen durchgeführt ... die eigentliche Bedeutung des Kreuzes ist dabei leider verloren gegangen: Dass Jesus, Sohn des unendlichen Gottes und selbst unendlicher Gott in diesem Augenblick der ganzen Menschheit über die Zeiten hinweg die Barmherzigkeit Gottes geschenkt, oder, wie es auch heißt, "erkauft" (1 Kor 7,23) hat. Ja, es ist unglaublich provokativ, was Christen glauben und es ist nicht selbstverständlich, dass dies sogleich verstanden wird. Es ist aber auch unglaublich befreiend: Da gibt es jemanden, der über allem steht, räumlich und zeitlich, der uns Menschen liebt, und der auch unsere räumlich zeitliche Begrenztheit am eigenen Leib erfahren hat, der sich der Ungerechtigkeit der Menschen ausgesetzt und so eine neue Gerechtigkeit wieder hergestellt hat, der damit auch unserem Leben einen Aufbruch aus dieser Begrenztheit geschenkt hat, die uns hier und jetzt befähigt zu Friedensstiftern (Mt 5,9) zu werden.

Papst Leo XIV., der diesen Sonntag Geburtstag feiert, hat bei seinem ersten Auftritt auf der Loggia die Fürbitte Mariens angerufen. Sie steht unter dem Kreuz und unter dem Kreuz steht die Kirche. Die versöhnende Kraft des Todes Jesu kann die Menschen mit und wie Maria zu strahlenden Leuchttürmen 🗼 und belebenden Shooting-Stars 💫 für eine von Frieden, Liebe und Hoffnung erfüllte Welt formen
das wünscht Euch
Euer Pfr. Bernhard Mucha

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