Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. (Offb 17b.18) Für dich: Durch IHN gibt es Hoffnung auf Leben.
Liebe Freunde!
Viele Menschen haben sich vergangenen Ostersonntag über die Präsenz des Papstes gefreut - diese Freude aber doch mit einem gewissen Bangen verbunden. Da war Franziskus so ganz unter den Menschen und irgendwie glücklich, seine Krankheit und die damit verbundene Schwäche waren ihm jedoch anzusehen und anzuhören. Keine 24 Stunden später die Todesnachricht. Der zweite Papst, der im Gedächtnis aller über 20-jährigen in der Osteroktav gestorben ist. Viele sehen darin ein Zeichen der Hoffnung, dass Ostern eine Wirklichkeit feiert, auf die wir hingewiesen werden und durch die wir das Vertrauen in die Verbundenheit über den Tod hinaus gestärkt bekommen.
Christen glauben Unglaubliches, das zeigt uns auch Thomas im heutigen Evangelium:
https://schott.erzabtei-beuron.de/osterzeit/woche2/SonntagC.htm?datum=2025-04-27&r=1
Und die 2. Lesung aus der Offenbarung des Johannes weist noch mehr auf das Unfassbare hin: Der aus der Ewigkeit, aus der Unendlichkeit Gekommene hat unter uns als Mensch gelebt. Gestorben und Auferstanden ist er wieder Teil dieser Unendlichkeit. Er ist aber auch nicht irgendein ewiges in sich ruhendes Etwas, sondern DER LEBENDIGE, voller Leben, das er weitergibt an jeden von uns. Wir sind ihm wichtig und er nimmt uns ernst. Er nimmt Thomas ernst, er macht ihm keinen Vorwurf wegen seiner Ungläubigkeit, er erfüllt ihm vielmehr den Wunsch nach voller Bestätigung der Echtheit ihrer Begegnung. Größer könnte diese barmherzige Liebe kaum demonstriert werden.
Kardinal Schönborn hat die Botschaft des Papstes in 3 Worten zusammengefasst: Todos - Todos - Todos - Spanisch - auf deutsch machte er klar: Franziskus sah sich als Papst und als Mensch FÜR ALLE. Das war sein Verständnis göttlicher Barmherzigkeit, das er an uns alle weitergeben wollte.
Am Gründonnerstag reichte er noch einigen Gefangenen die Hand, sie durften ihn berühren, wie Thomas den Herrn. Das wird wohl für die meisten von ihnen in intensiver Erinnerung bleiben. Er will auch uns in Erinnerung bleiben, nicht nur in diesem Jahr, das er unter das Motto "Pilger der Hoffnung" gestellt hat. Noch deutlicher sind wir eingeladen, Überbringer dieses österlichen Lichtes für alle zu werden, so dass wir mit und wie Maria dankbar als strahlende Leuchttürme🗼 und belebende Shooting-Stars 💫 dieser Welt Licht der Hoffnung reichen,
das wünscht Euch
Euer Pfarrer Dr. Bernhard Mucha