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Ostern

Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.  (Joh 20,17bf) Für dich: Er geht uns voran und bleibt bei uns

 Liebe Freunde!
Am Karfreitag (während ich das schreibe: gestern) sind in den meisten Kirchen wieder die Kreuze feierlich enthüllt worden. Die Darstellung des am Kreuz vor Schmerzen verzerrten Getöteten wurde wieder allen gezeigt. Können Sie sich erinnern, wie einige Kreuzgegner lautstark versucht haben, dieses Zeichen des Leidens aus Schulen, öffentlichen Gebäuden und Plätzen zu verbannen? Wenige Menschen regen sich jetzt auf, dass aktuelle Schreckensbilder von blutenden Schwer-verletzten oder von blutverschmierten Plüschtieren aus dem Krieg in den Medien gezeigt werden. Dabei sind diese Bilder Fotos realer Situationen wenige 100 km von uns entfernt. Natürlich gehören Berichte des Krieges mit Bild und Ton zur seriösen Berichterstattung. Für uns Christen machen sie jedoch deutlich: Der Kreuzweg geht weiter, es ist nicht nur der Kreuzweg Jesu sondern der Kreuzweg der Menschheit. Wer den Karfreitag richtig begeht, entdeckt auch eigenes Schicksal, aber auch eigene Zwiespältigkeit - wie oft erleiden wir Ungerechtigkeit, leider aber auch wie oft passiert es uns, dass wir ungerecht sind, und Leid anderer oft unbewusst mit-verursachen.
Die Karfreitagsfeier macht uns die Realität des Leidens bewusst, aber auch, dass dies nicht das letzte ist. Da gibts noch was ... Die Inszenierung der heutigen Osternacht macht deutlich: Es gibt ein Licht, ein Licht am Ende des Tunnels, nein mehr als das, ein Licht uns in die Hand gegeben, uns ins Herz gestrahlt- Und dieses ist eine echte Challenge (Herausforderung). Da gibts wirklich noch was:
Die Texte er Osternacht bringen viel Licht in massive Dunkelheit. Es sind viele, aber zum Teil sehr schöne - und lesen Sie nicht: war das wirklich so? sondern: was will der Schreiber und der Heilige Geist Gottes MIR durch die Texte sagen?
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/register/osterzeit/schott_anz/index.html?file=osterzeit%2Fostersonntag%2FNachtC.htm
Die Erfahrung des Grabes, das leer ist und die ersten ER-lebnisse mit dem, der lebt, machen die Frauen zu den ersten und bedeutendsten Apostelinnen der Auferstehung:
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/register/osterzeit/schott_anz/index.html?file=osterzeit%2Fostersonntag%2FTagC.htm
Man mag zwar davonlaufen wollen - aber es geht nicht. ER holt sie ein auf dem Weg nach Emmaus, und das Abendessen wird zu einem derartigen ER-lebnis, dass sie trotz gefürchteter Dunkelheit zurückeilen und selbst zu Aposteln werden. Am Ostermontag wird diese Geschichte aus dem Lukasevangelium zum Thema
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2022-04-18
Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir uns über das Corona-Wirrwar aufregen und dass Corona, zumindest in der letzten Zeit, an Schrecken verloren hat. Die Bilder des Kreuzwegs der Menschheit aus der Ukraine machen uns bewusst: Leiden, Schmerzen, Ungerechtigkeiten gehören zu unserem Leben. Die Kunstdarstellung der Pieta (Maria mit dem toten Jesus in ihren Armen) war immer auch ein Trostbild. Sie ist die Frau, von der viele singen "Christi Mutter stand mit Schmerzen (Stabat Mater)" - Gotteslob 532 - und ebenfalls singen "Freu dich du Himmelskönigin (Regina Caeli)" - Gotteslob 525. Karfreitag und Ostern sind echte Mutmacherfeste: Nimm das Leben, wie es ist und sei dir bewusst: Da gibt's noch was - und das gibt Mut, einfach einander ein besseres Leben zu bereiten - für jeden von uns und für unser gemeinsames Haus, die Mutter Erde.
In diesem Sinne macht uns Ostern "mit Abstand 🐘😉zu den besten" Leuchttürmen und Shooting-Stars eines besseren Lebens.
In diesem Sinne wünsche ich frohe und gesegnete Ostern!
Euer Pfarrer Bernhard Mucha

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