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Osterblog von Pfarrer Dr. Bernhard Mucha

Oster-Installation in Biedermannsdorf

Was besonders auffällt: Der auf dem Boden liegende Weihwasserkessel und das Fastentuch

Der pfarrliche Krisenstab hat sich entschieden das Fastentuch bis zum Ende der Corona-Krise hängen zu lassen. Es macht bewusst, dass es gerade um Kreuze herum heller ist und über allem die Sonne strahlt, in ringförmiger Sonnenfinsternis – also mit Sonnen-Corona.

Das am Boden liegende Weihwasserbecken weist darauf hin, dass es derzeit kein Weihwasser und kein Taufwasser gibt – Es liegt aber auch für alle, die jetzt darniederliegen,

  • weil sie schwer erkrankt sind,
  • weil sie um ihren Arbeitsplatz zittern
  • oder diesen schon verloren haben,
  • weil sie nicht wissen, wie es weitergehen soll,
  • weil sie überfordert sind.

Evangelium der Osternacht: (Lesejahr A) Mt 28, 1–10

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Mágdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.
Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee.
Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot.
Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten.
Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag!
Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.
Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.
Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.
Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

Betrachtung dazu:

„Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen“: So viele Fragen und Zweifel. War alles nur Einbildung? Derzeit erleben wir eine Situation, die am Beginn des Jahres für alle unvorstellbar war und jeder hätte, falls jemand so etwas angedeutet hätte, dies für Unsinn gehalten. Es geht nicht so weiter, wie wir uns das eingerichtet haben. Das ist zwar bewusst, im kleinen, dass es aber innerhalb von ein paar Wochen der ganzen Welt so ergeht, ist wirklich unglaublich. Papst Franziskus spricht zwar schon seit längerer Zeit vom „globalen Haus“ – aber so bewusst wird vielen das in diesen Tagen.

Jesus kam ihnen entgegen. Er kommt auch uns entgegen in vielen Situationen dieser Zeit, in der unglaublichen Hilfsbereitschaft, in vielen helfenden Berufen, und natürlich auch in den Erkrankten.

„Fürchtet euch nicht“ heißt es zwei Mal in dieser Bibelstelle. Angst und Furcht sind niemals gute Ratgeber, Hoffnung und Zuversicht schon eher. Jesus erteilt seinen Jüngern den Auftrag, aufzubrechen – „Galiläa“ in dem Fall ein Symbol für die bessere Zukunft.

Vorschlag für Bitten:

  • Für alle Menschen, die traurig sind, dass sie das Osterfest nur in kleinem Kreis feiern dürfen: Gib ihnen Zuversicht, dass sie dies nachholen werden
  • Für jene, die bereit sind, Hilfsdienste für andere zu übernehmen: Lass sie darin nicht müde werden
  • Für alle, die Angst vor Ansteckung oder vor materiellen Verlusten haben: Schenke ihnen die Fähigkeit, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken
  • Für jene, die erkrankt sind, vor allem jene, deren Leben bedroht ist: Erfülle sie und alle, die sich um sie kümmern, mit nötiger Kraft, diese Situation zu meistern
  • ……

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