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Mariä Aufnahme in den Himmel

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. (Lk 1,51f)

 Für dich: Es kommt nicht auf den Schein an

 Liebe Freunde!
Es war der 1. November 1950, Fest Allerheiligen. Viele Christinnen und Christen schauen in den Himmel und entdecken, dass dort Menschen, wie du und ich es waren, glücklich sind. In diesen Novembertagen denken die meisten auch an ihre lieben Verstorbenen - und nicht wenige trauern um sie. 5 Jahre nach dem 2. Weltkrieg war das natürlich ganz besonders stark, wie wir uns vorstellen können. Die Kriegsopfer in Europa, die Opfer der Atombomben in Japan - alles war noch sehr frisch in den Gedanken der Überlebenden. Da verkündet Papst Pius XII. die Überzeugung, dass Maria bereits jetzt "mit Leib und Seele"="als ganzer Mensch" in den Himmel eingegangen ist, als Dogma. Das ist keine neue Lehre, sie steht zwar nicht in der Bibel, dennoch ist sie zu diesem Zeitpunkt bereits mindestens 1.500 Jahre alt und wurde in der Kirche des Ostens und des Westens von den meisten geglaubt. Und 5 Jahre nach dem Weltkrieg wird es amtlich: Wir haben Zukunft. Da mag noch so viel Zerstörung und Leid sein. Wir haben Zukunft und die wird schön sein. Maria beweist es.
Nehmen sie besonders den zweiten Teil des Evangeliums von der "Messe am Tag" zur Hand, das Gebet Mariens, auch "Magnificat" genannt:
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2021-08-15


Vieles um uns herum wirkt bedrohlich: Die Brände, die Überflutungen, die Delta-Variante. Und die Menschen reagieren sehr unterschiedlich. Entweder mit zum Teil panischer Angst oder mit nahezu erschütternder Gleichgültigkeit. Auch jene, die Angst haben, können sie aus unterschiedlichen Gründen haben: Da ist die Angst vor der Ansteckung, die Angst vor dem Klimawandel, die Angst, wie so viele in den letzten Wochen, alles zu verlieren. Da gibt es aber auch die Angst vor der Impfung, die Angst vor einer Lebensumstellung, die Angst vielleicht auch, anderen vertrauen zu müssen und vor allem die Angst, nicht selbst alles erklären zu können.

Das Fest dieses Sonntags will und soll Angst nehmen. Dabei geht es noch lange nicht um Meinungen. Denn das ist auch ein Problem, es gibt auch die Angst vor der Meinung anderer - und die versteckte Angst, dass da doch zumindest ein Körnchen Wahrheit darin stecken könnte. Nein, zunächst ist es egal, welche Meinung Sie haben, es ist jedoch wichtig, diese angst-frei zu haben. Wir haben Zukunft, egal, was passiert und egal, was uns sonst gesagt wird.
Vielleicht hilft auch da das Magnificat: Maria entdeckt, dass die Zukunft anders ist, als die Gegenwart, dass vieles umgestoßen wird, aber dass es allen Menschen schlussendlich gut tun wird.

Das Fest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel ist auch unser Fest. Maria zeigt uns, was uns bevor steht, dass unsere Zukunft einfach gut wird. Mir ihr werden wir zu einem lebendigen Leuchtturm dieser Zukunft und darin sogar "mit Abstand 🐘😉die besten". Bleibt gesund!

Euer Pfarrer Bernhard Mucha

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