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Helfen und die Goldene Regel

Hilfe zu geben oder anderen Menschen zu helfen ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Das ist auch gut so. Ich selbst erlebe an mir immer wieder, wie froh bin ich, wenn ich mit jemand reden, ein Problem teilen, die Erfahrungen oder die Sicht von anderen in dieser oder jener Sache hören kann, oder wenn mir jemand hilft, wenn ich wo anstehe.

„Mir taugt es, wenn ich für die Allgemeinheit was tun kann, mich weiter bilde, mit Bekannten oder Freunden Zeit verbringen kann. Ich erlebe dabei Sachen, die ein Normalbürger nicht sehen kann“, erzählte ein junger Mann, der ehrenamtlich im Rettungswesen tätig ist. „Wenn ich helfen kann, bereichert das beide Seiten; beide ´haben´ etwas davon. Sie ist dankbar und mir hat es ´Spaß´ (Freude) gemacht´“, war der Tenor einer jungen Frau, die einer jüngeren ausländischen Kollegin Deutsch-Unterricht gibt.

Ein anderer junger Mann sah das ähnlich, wollte zunächst nichts sagen und schloss kurz angebunden. „Weil ich nett bin“. Ein langjährig caritativ Tätiger tat sich leichter: „Wenn ich sehe, dass jemand Hilfe braucht tue ich es. Manches fällt mir leicht oder leichter als anderen, das will ich anderen zugänglich machen. Wenn es mir gut geht, kann ich davon auch dem anderen was mitgeben. Du hast dann ein ´gutes Gefühl´, wobei es schwerer ist Hilfe anzunehmen als selbst zu helfen. Was ich sagen will, ich mach das aus einer inneren Einstellung heraus. Wenn ich eine Not sehe, kann ich nicht blind vorüber gehen. Dabei ist mir Hilfe ohne Gegenleistung sehr wichtig“.

Die Bereitschaft zu Helfen entwickelt sich bei uns Menschen sehr früh. Bereits bei Kleinkindern können wir erleben, wie sie mit anderen mitfühlen, ihre Eltern z. B. trösten wollen. Auch Studien zeigen, das Bedürfnis anderen helfen zu wollen ist tief in unser Herz oder auch Gedächtnis ´gebrannt´. Diese Kulturen-übergreifend Hilfsbereitschaft wird sehr positiv bewertet, sichert das Überleben von sozialen Gruppen. Wir selbst spüren, unser uneigennütziges Verhalten führt zu einer Art Wohlgefühl; Und wenn Hilfe versagt wird, kann ein schlechtes Gewissen bleiben.

„Alles was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen“, steht in Matthäus 7,12. In einer anderen Übersetzung wird formuliert: „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt - das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern“. Nicht umsonst wird das in Kulturen als „Goldene Regel“ bezeichnet.

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