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4. Sonntag der Osterzeit

Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir.

(Joh 10,27) Für dich: Der gute Hirt kennt uns durch und durch und liebt uns erstaunlicherweise

Dieser Sonntag ist Muttertag - und dieser Sonntag ist als 4. Sonntag der Osterzeit auch der Weltgebetstag um Geistliche Berufe. Nachdem die Weltkirche anlässlich 5 Jahre nachsynodales päpstliches Schreiben "Amoris Laetitia" ein Jahr der Familie begeht, das mit dem Weltfamilientreffen Ende Juni in Rom enden wird, finde ich das ein schönes Zusammentreffen. In den meisten Ländern der Welt wird den Müttern gedankt - für ihren Einsatz für Familien, für ihre eigenen und nicht selten auch noch für andere Kinder, sei es privat oder beruflich. Es scheint so zu sein, dass uns der liebe Gott darauf hinweisen will, dass auch Mutter-Sein etwas mit einer Geistlichen Berufung zu tun hat. Eine Frau, die ihr Kind annimmt und dafür sorgt, Mitverantwortung in den meisten Fällen gemeinsam mit dem leiblichen Vater für dessen Entwicklung und Integration in die Gesellschaft übernommen hat, ist aus christlicher Sicht eine Frau, die dies zumindest als Teil ihrer eigenen Berufung angenommen hat.

An diesem Sonntag hören wir einen kurzen Abschnitt aus der "Gute Hirtenrede" Jesu aus dem Johannesevangelium, aber auch die Lesungen, besonders die zweite aus der Offenbarung des Johannes machen uns auf die aktiv-sorgende Liebe Gottes aufmerksam:
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2022-05-08
Und Hand aufs Herz: Was tut eine Mutter anderes als der Gute Hirte, oder zumindest wollen es die meisten Mütter tun, auch wenn es ihnen aus verschiedenen Gründen nicht immer gelingt. Aber liebe Mütter, ich kann euch sagen, es gelingt euch wesentlich mehr, als ihr selbst merkt. Natürlich sind die Kinder in der Trotzphase und in der Pubertät eine Herausforderung, die an die Grenzen führt. Und natürlich beobachtet man manche Entwicklungen, nicht selten auch die Partnerinnen- oder Partnerwahl mit Sorge und Skepsis. Es ist eine Tatsache, dass wir Menschen nicht perfekt sind und jeder gelegentlich einfach Vertrauen lernen muss, so dass die Stolpersteine unseres eigenen Lebens und des Lebens unserer Kinder als Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet werden können.

In diesen Tagen sieht die Welt auf Mariupol, was aus dem Griechischen kommend "Marienstadt" bedeutet. Unglaublich, was die Menschen, trotz aller Bedrängnisse, immer noch an Widerstand leisten. Irgendwie hofft der Gläubige, dass Maria "Ihre Stadt" verteidigen möge und der Ungläubige sieht sich in seinem Unglauben bestätigt, der Zweifler hat erst recht ein Problem. Aber ich denke, dass dies auch eher etwas ist, dass uns aufhorchen lassen will. Es gibt viele, vor allem strategische Gründe, warum diese bedeutende Hafenstadt besiegt werden soll. Es gibt aber vielleicht auch Gründe, dass die Menschheit wieder im Vertrauen wachsen soll.

Die bis vor Corona scheinbare Sicherheit der westlichen Welt ist ebenso wenig perfekt, wie jeder von uns. Nach dem 2. Weltkrieg gab es in Österreich eine Gebetswelle, die ihresgleichen suchte: Mehrere Millionen Menschen haben sich dem "Rosenkranzsühnekreuzzug" angeschlossen und täglich mindestens ein Gesätz des Rosenkranz gebetet. Ich frage mich, ob die Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts nicht eine erneute derartige Welle brauchen. Maria ist Mutter der Kirche und Mutter aller Gläubigen, als "Königin des Friedens" kann sie uns begleiten. In diesen Tagen kommen viele Mütter mit Kindern als Flüchtlinge nach Europa! Frauen, denen viele Stolperfelsen auf den Weg gelegt wurden. Lernen wir mit ihnen und für sie Vertrauen neu.
Werden wir wieder als Menschen des Vertrauens "mit Abstand 🐘😉die besten" und füreinander als Guten Hirten  Leuchttürme und Shooting-Stars echten Friedens für unsere Zeit!

Liebe Grüße, allen Müttern einen schönen Muttertag und bleibt xund

Euer Pfarrer Bernhard Mucha

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