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Februar Bilbelwort - Aus der Markuspassion

Die Ankündigung der Verleugnung und die Verleugnung durch Petrus

(Mk 14.26-31. 66-71)

Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus. Da sagte Jesus zu ihnen: + Ihr werdet alle an mir Anstoß nehmen und zu Fall kommen; denn in der Schrift steht: Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe zerstreuen. Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa vorausgehen. Da sagte Petrus zu ihm: Auch wenn alle an dir Anstoß nehmen - ich nicht! Jesus antwortete ihm: + Amen, ich sage dir: Noch heute Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus aber beteuerte: Und wenn ich mit dir sterben müsste - ich werde dich nie verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle anderen…

Als Petrus unten im Hof war, kam eine von den Mägden des Hohenpriesters. Sie sah, wie Petrus sich wärmte, blickte ihn an und sagte: Auch du warst mit diesem Jesus aus Nazaret zusammen. Doch er leugnete es und sagte: Ich weiß nicht und verstehe nicht, wovon du redest. E Dann ging er in den Vorhof hinaus. Als die Magd ihn dort bemerkte, sagte sie zu denen, die dabeistanden, noch einmal: Der gehört zu ihnen. Er aber leugnete es wieder ab. Wenig später sagten die Leute, die dort standen, von neuem zu Petrus: Du gehörst wirklich zu ihnen; du bist doch auch ein Galiläer. Da fing er an zu fluchen und schwor: Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet. Gleich darauf krähte der Hahn zum zweiten Mal, und Petrus erinnerte sich, dass Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er begann zu weinen.

Staunenswert, was ein Hahn so alles kann: Nicht nur, dass er seine Hühner zusammenhält. Schon seit frühesten Zeiten gilt er als Wecker für die Menschen. Sein Ruf kündigt einen neuen Tag an, bald wird die Welt wieder in das Licht der Sonne gerückt sein. Keiner weiß, was der neue Tag bringt, auch der Hahn nicht, aber es wird ein neuer Tag sein – mit neuen Herausforderungen, nach der dunklen Nacht.

Und der Hahn fordert den Petrus heraus, bei einem anderen Evangelisten blickt Jesus nach dem Hahnenschrei Petrus persönlich an. Markus‘ Hahnenschrei weckt in Petrus direkt die Erinnerung an die Ankündigung des Herrn. Und Petrus weint, es ist ein Schmerz, der sein Leben verändert, drei Tage später wird er am Grab des Auferstandenen stehen und ein ganz neues Leben beginnen.

Petrus, der erste Apostel, Simon, der von Jesus zum Petrus (=Fels) ernannt wird, der als erster das Messiasbekenntnis spricht, Petrus, der aber auch immer wieder kläglich versagt: Hier beobachten wir ihn, wie er fluchend sich von Jesus nicht nur distanziert, sondern leugnet ihn überhaupt zu kennen. Am Pfingstfest werden wir hören, wie er der staunenden Menge von der Größe Gottes, die in Jesus Christus sichtbar wird, missionarisch begeisternd erzählt.

Petrus ein Mensch, wie du und ich; der Hahn rüttelt ihn wach, seine Größe ist nicht seine Perfektion, sondern seine Größe ist die Bereitschaft, an der Seite seines Herrn zu wachsen, über alle Höhen und Tiefen hinweg.

Nicht die Größe macht wirklich groß, sondern das Wachsen … in der Liebe zum Herrn, zueinander und zu sich selbst.

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