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Oktober Bibelwort - Aus dem 2. Petrusbrief

 Aus dem zweiten Petrusbrief

(2. Petrus 3,8-13)

Dies eine aber, Geliebte, soll euch nicht verborgen bleiben, dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind. Der Herr der Verheißung zögert nicht, wie einige meinen, die von Verzögerung reden, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle zur Umkehr gelangen. Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb. Dann werden die Himmel mit Geprassel vergehen, die Elemente sich im Feuer auflösen und die Erde und die Werke auf ihr wird man nicht mehr finden. Wenn sich das alles in dieser Weise auflöst: Wie heilig und fromm müsst ihr dann leben, die Ankunft des Tages Gottes erwarten und beschleunigen! An jenem Tag werden die Himmel Flammen aufgehen und die Elemente im Feuer zerschmelzen. Wir erwarten gemäß seiner Verheißung, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Deswegen, Geliebte, die ihr dies erwartet, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler in Frieden angetroffen zu werden.

Dieser Text wird seit biblischer Zeit dem ersten Papst und Apostelfürsten Petrus zugeschrieben.

Er zeigt uns einen Menschen voll Realismus und voll Hoffnung: Alles, was wir mit unseren „organischen“ Augen sehen, alles, was Menschen mit ihren Händen erarbeiten und seien es die höchsten Gebäude und kostbarsten Kunstwerke, ist vergänglich. Das ist schade und wirkt bedrohlich. Petrus sieht das aber nicht mehr so: Die eigene leidvolle Erfahrung des Todes Jesu, den zu kennen, er selbst sogar geleugnet hat, wird überstrahlt von der Begegnung mit dem Auferstandenen und vom dynamischen Wirken des Paulus. Alttestamentlichen Prophetentexten entsprechend erwartet die Urkirche etwas radikal Neues, das sich bereits hier und jetzt abzeichnet, dass aber auch jenseits aller Untergangsstimmung dauerhaft bleibt.

Zu allen Zeiten gab es Entwicklungen, die diese Zeit erahnen oder befürchten ließen: Alle sollen „Zur Umkehr gelangen“. Das bedeutet, dass durch den Beitrag möglichst aller, die neue gerechte Welt entstehen soll. Krisen, welcher Art auch immer, sind Chancen, dieses Neue mehr und mehr möglich zu machen.

Petrus hat das machtvolle römische Kaisertum erlebt, einen Kaiser, der sich selbst zu Gott hochstilisiert hat – und ist überzeugt geblieben, der von Gott gesandte Messias, der in einem Viehstall zur Welt kommen musste, führt die Welt zur wirklichen Vollendung.

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