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Juni Bibelwort - Die Steine des gemeinsamen Hauses

Die Steine des gemeinsamen Hauses

Aus dem ersten Petrusbrief (1.Petr 2,1-10)

(1) Legt also alle Bosheit ab, alle Falschheit und Heuchelei, allen Neid und alle Verleumdung.

(2) Verlangt, gleichsam als neugeborene Kinder, nach der unverfälschten, geistigen Milch, damit ihr durch sie heranwachst und das Heil erlangt.

(3) Denn ihr habt erfahren, wie gütig der Herr ist.

(4) Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist.

(5) Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen.

(6) Denn es heißt in der Schrift: Seht her, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde.

(7) Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre. Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden,

(8) zum Stein, an den man anstößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt. Sie stoßen sich an ihm, weil sie dem Wort nicht gehorchen; doch dazu sind sie bestimmt.

(9) Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.1

(10) Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.

Papst Franziskus spricht in der Überschrift zu seiner Enzyklika „Laudato Si“ von der „Sorge um das gemeinsame Haus“, für das alle Menschen Verantwortung tragen. Petrus, der erste Papst, spricht in seinem Brief vom geistigen Haus, das alle Getauften lebendig errichten und lebendig erhalten sollen. Auf den ersten Blick geht es um zwei verschiedenartige „Häuser“ – viele Theologen werden sagen, der Petrusbrief meine damit die Kirche, während Papst Franziskus vom „Haus“ (griechisch: oikos) der Welt, für das vernünftig (logos) Verantwortung zu übernehmen ist, spreche. Zu recht könnte man sagen: Franziskus meine Oikologia (Ökologie), während Petrus mit dem Haus (oikos) die Kirche als Hausgemeinschaft, Paroikia (= Wortursprung von „Pfarre“) im Blick habe.

Neueste Entwicklungen machen jedoch deutlich, dass das nicht so einfach zu trennen ist, sondern vielmehr im Zusammenhang gesehen werden muss: Letztendlich sind wir alle Teil der Schöpfung und ihre Entwicklung fördert unser Leben, ihre Zerstörung behindert auch unser ganz persönliches Leben. Jeder von uns ist ein lebendiger Baustein, eine vitale Zelle inmitten des Hauses „Planet Erde“. Jeder baut durch sich selbst, sein Leben und Verhalten an diesem Haus. Entweder dient er dessen echter lebensfördernden Auferbauung oder er wirkt mit, dass er lebens- und damit auch menschenfeindlicher wird. Für Christen dient dazu noch die Kraft Christi, des „Ecksteins“, als lebensfördernde Quelle.

Dass diese Verantwortung globales Ausmaß angenommen hat, weiß heute jeder – und dass Menschen mit Bildung und geregeltem Einkommen besser dieser Verantwortung entsprechen können, gilt als unumstritten. Deswegen wird es nötig sein, dass Menschen weltweit einander helfen, „tragfähige und lebendige Steine“ für das Haus Planet. 

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