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Juli Bibelwort - Erntedank

Erntedank

Aus dem Philipperbrief (Phil 4,6-9)

(2. Lesung vom 27. So. i. Jahreskreis, Lesejahr A, 1.10.2017, in vielen Kirchen Erntedankfest)

Schwestern und Brüder!

(6) Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!

(7) Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.

(8) Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht!

(9) Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

Ernteausfälle durch Trockenheit, kleinräumige aber einzelne Familienexistenzen zerstörende Überschwemmungen haben das aktuelle Landwirtschaftsjahr (2017) und das Klima geprägt. In den Einkaufsmärkten merken wir dennoch nichts davon: Obst, Gemüse und Kräuter gibt es weiterhin, ebenso Getreide, Brot, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sind zu finden. Die meisten Landwirte bekommen, Gott sei Dank, einiges von der Versicherung zurück … aber tut es genügt nicht, nur von Versicherungen zu leben, die nicht alles ersetzen und auch das Gefühl haben zu müssen, kaum etwas Produktives geleistet zu haben.

Gewaltige Veränderungen müssen zur Kenntnis genommen werden … und jetzt steigen auch die Amis noch aus den sowieso schon sehr kompromissartigen Klimaverträgen aus ...!

Was können wir tun?

Paulus gibt einige interessante Tipps:

„Sorgt Euch nicht …“ Damit meint er nicht, dass man blind durchs Leben gehen soll, aber ständige Angst und gegenseitiges Hineinsteigern in Hysterie sind nicht angebracht, ebenso keine Verharmlosung. Vielmehr geht es darum, alles in einen größeren Zusammenhang zu stellen: „Mit Dank Bitten vor Gott“ bringen. Viele beobachten eine mangelnde Erziehung zu „Bitte“ und „Danke“ … aber tun das nicht auch die Erwachsenen aller Generationen? Eine neue Kultur der Dankbarkeit aber auch des „Bitte-Sagens“ ist Aufruf unserer Zeit: Wer hat schon einmal gedacht, „Lieber Gott, ich danke dir, dass ich beim Billa/Hofer/... so geschmackvolle Paradeiser gefunden habe“, oder wer bedankt sich bei den Mitarbeitern dieser Geschäfte für ihren Einsatz oder kommt auf die Idee, für die Globalisierung, die das alles erst ermöglicht, ein Dank- und Loblied unserem Gott und seinen Werkzeugen, den Arbeitern und Lieferanten, zu singen? Ein Anfang könnte das durchaus sein.

All das bringt nicht nur ein neues Schöpfungsbewusstsein – es stärkt inneren „Frieden“ und befriedet die Welt: Ein neuer Friede breitet sich aus.

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